Lesetour

MC Rene Stuttgart

Konzert Info

MC Rene | Stuttgart  | Schräglage - 1 280 /bilder/Oliver Rath-MC_Rene_01-2538_ee0ee7e09c0ba3cee51f9e59c50e926e.png MC_Rene_01 MC Rene | Stuttgart  | Schräglage - 2 280 /bilder/Oliver Rath-MC_Rene_02-2539_61616f4de528056e26215dcbffb5b050.png MC_Rene_02 MC Rene | Stuttgart  | Schräglage - 3 280 /bilder/Oliver Rath-MC_Rene_03-2540_d31b52270a011c8b810e301980c89382.png MC_Rene_03

Das alte Leben hinter sich lassen. Den Job hinschmeißen, die Wohnung kündigen, Hab und Gut verscherbeln. Alles, was bleibt, ist ein Koffer, die Bahncard 100 und das Ziel: zurück auf die Bühne. MC RENE comedyrappt sich ein Jahr lang durch Landgasthöfe und Fußgängerzonen, von Provinzbahnhöfen in die DB-Lounge: zwölf Monate. 102 Auftritte. 146 560 Schienenkilometer. ein Traum. Sein Traum: aus dem Rapper wird ein Stand-up-Comedian. Am Anfang steht eine verrückte Idee, ein einsamer Entschluss: nämlich buchstäblich „Alles auf eine Karte“ setzen. Seine Erlebnisse von unterwegs hat er nun aufgeschrieben.

«Guten Tag, mein Name ist Stefan Eckert, haben Sie zwei Minuten Zeit für mich?» So oder ähnlich meldete sich ein junger Mann aus einem engen Hinterzimmerbüro in Berlin-Friedrichshain am Telefon. Er versucht, Besuchstermine für den Außendienst einer Versicherung zu vertickern: ein Call-Center-Boy, wie es so viele gibt. Kaltakquise, fünf Tage die Woche. Das Besondere an der Situation: Der Mann nennt sich nur am Telefon Stefan Eckert, im wahren Leben heißt er René El Khazraje. Als talentierter HipHop-Act in den neunziger Jahren nannte er sich MC RENE.

Was habe ich schon zu verlieren?

Diese Zeit ist für ihn aus und vorbei. MC RENE, das war einmal. Irgendwann realisiert seine Chefin Nicole, wen sie da eigentlich die ganze Zeit in ihrem Call-Canter beschäftigt hat: «Wenn ich das gewusst hätte, Mann! Dein YouTube-Video hat ja über eine halbe Million Klicks!». Es ist sein cooler Kollege Eric, der ihn schließlich auf die rettende Idee bringt. Eine verrückte, schräge, bizarre Idee, die sein Leben vom Kopf auf die Füße stellen wird. Die ihn verändern und seinem Traum von einem neuen Bühnenleben als Comedian näher bringen wird. Die Idee ist buchstäblich bahnbrechend: „Dann kauf dir doch 'ne Bahncard 100 …“ Was als Witz begann, wird zur verführerischen Vision: „Einfach den Reset-Knopf drücken. Der Beat ginge an, und der Zug würde losfahren. Leben in Bewegung, ein neuer Anfang. Was habe ich schon zu verlieren?“

Und genau das tut René: Er verschenkt oder verscherbelt seine Sachen («Super Matratze, meinste vielleicht, ich kann die eventuell …? Und dein Bett gleich mit?»). Er wuchtet seinen alten, riesigen Fünf-Wochen-Tour-Koffer von früher aus dem Keller. Er kratzt all seine Kohle zusammen und kauft sich tatsächlich eine Bahncard 100, eine „Centurion-Black-Mastercard“. Nun hat auch er seine „Schwarze Mamba“, wie Harald Schmidt (mit dem kleinen, aber gar nicht feinen Unterschied, dass der Late-Night-Star selbstredend 1. Klasse fährt).

Nächster Schritt: MC RENE telefoniert sich durch die halbe Republik; schließlich muss er zumindest ein bisschen Geld verdienen mit Auftritten aller Art; und wo immer sich jemand für ihn und sein siebenminütiges Comedy-Miniprogramm interessiert, da muss er hin: mit der Bahn. Irgendwo muss er abends natürlich auch sein müdes Haupt zum Schlafen betten: ein Problem, das lösbar erscheint. „Den großen Durchbruch habe ich zwar als Rapper nie geschafft, dafür aber Menschen in fast jeder großen deutschen Stadt kennenzulernen, hat es gereicht.“

„Jetzt kann der Spaß losgehen. Ich klatsche in die Hände. Stefan Eckert ist tot. Lang lebe MC RENE!“ Witzigerweise ist ausgerechnet MC RENEs Mutter begeistert von dem Plan, der ihren Sohn wie eine Flipperkugel kreuz und quer durch das Land jagen wird. Deutlich reservierter, irritierter reagiert da schon mancher seiner Kumpel, dem als erste Frage stets einfällt: „Und wo willst du pennen, Digger?!“

Einmal Deutschland und zurück mit dem Trainman

Dabei hat er doch jetzt eine Wohnung ergattert, die ihresgleichen sucht: „Mit vierhundert Meter Länge ist sie insgesamt großzügig geschnitten. Zwar sind die Zimmer ein bisschen schmal und eintönig möbliert, dafür gibt es aber sauviele gepolsterte Sitze und in jedem Zimmer zwei Toiletten sowie mehrere Lautsprecher.“ Okay, ein Plasmafernseher würde sich hier auch gut machen. Aber man kann ja nicht alles haben. Seine erste Reise mit der Schwarzen Mamba führt MC RENE nach … na, wohin wohl? Nach Bielefeld, wohin sonst! Ein erster Auftritt, irgendwo schön unauffällig verpackt zwischen Abdel Karim, dem Unglaublichen Heinz und Bademeister Schaluppke, sieben Minuten Programm, manche Pointen klemmen noch, das Timing auch, aber: Für den Anfang nicht schlecht, auch wenn er sich dabei fühlt wie eine „Gagmaschine auf Autopilot“. Bei einem Straßenfest in Hamburg trägt er sein Programm vor und muss mit Fassung ertragen, dass keiner lacht. Keiner! Aber es gibt auch Glanzlichter und Glücksmomente, Erfahrungen, die ihm keiner mehr nehmen kann.

„Ich hab ‘nen ICE mit Fahrer, bin der DB-Che-Guevara, der Guerilla der Gleise, der Homie mit der Meise, der Nie-still-Steher, ein Freak auf der Reise, ich halte nicht an, doch ich halte mich dran, dass es immer weitergeht, vielleicht bin ich durchgedreht, aber gehe meinen Weg und greife jetzt an, wie Napoleon Bonaparte, ich hab ´ne Eintrittskarte für alles, was mich erwartet.“

Wir sehen uns im Zug

Und weiter geht die Reise, nach Erfurt, Gera, Leipzig, Magdeburg und Dresden. Nach Braunschweig, Köln und Hamburg, nach Günzburg, Düren, Hördt und Oberhausen. Kreuz und quer, hin und her. Er lernt nette Typen kennen und Kaputtniks, Menschen, die ihr Herz auf dem rechten Fleck haben und Vollidioten, Besserwisser und Moralisierer, coole Jungs und heiße Bräute. Er rast mit hoher Geschwindigkeit an fast 3 Millionen Stromträgermasten vorbei, verbringt 970 Stunden in der Bahn, lernt 216 Bahnhöfe kennen, watet knöcheltief durch Einsamkeit, stellt 383 Sitze zurück, steht wie ein Vollidiot mit Hang zur Pantomime vor gläsernen Schiebetüren, die sich dank ignoranter Lichtschranke partout nicht öffnen wollen. (Dass er sich später an 29 explizite Gewaltphantasien erinnern kann, wen wundert's.) Ach ja, last but not least: Er kommt auf 102 Auftritte.

Chapeau! Die Sache hat sich gelohnt, so viel ist sicher. Und die Reise des MC RENE ist noch nicht zu Ende. „Obwohl ich in den letzten zwölf Monaten ziellos durch Deutschland gefahren bin, fühle ich mich im Moment viel weniger verloren als im immer gleichen Call-Center-Büro in Berlin. Irgendwann, das weiß ich, werde ich ankommen. Egal, wo. Es geht weiter, auf jeden Fall. Bis zum nächsten Zug. Bis zum nächsten Kollegen, bis zur nächsten bequemen Couch, bis zur nächsten Natalie, bis zum nächsten Zufall. Und zwar so lange, bis ich endlich meine ganzen verdammten Socken wiederfinde.“

Anfahrt zu Schräglage, Stuttgart

News zu MC Rene

07 Mär.2017 MC RENE: TOURVERSCHIEBUNG

MC Rene

Aus persönlichen Gründen muss die aktuelle Tour von MC RENE verschoben werden. Betroffen davon ist auch das für den 11. März in der Schräglage geplante Stuttgarter Konzert. Ein neuer Termin, für den bereits gekaufte Eintrittskarten ihre Gültigkeit behalten, wird schnellstmöglich bekannt gegeben. 

 

Hier der Post von MC RENE dazu:

 

Aufgrund eines Todesfalls in meiner Familie muss ich die geplante „Khazraje Tour“ leider absagen.

Ich hatte mich so sehr auf euch gefreut, aber sehe mich unter diesen Umständen nicht in der Lage die Tour zu spielen.

Ich hoffe auf euer Verständnis! Wir setzen alles daran, die Termine zu einem anderen Zeitpunkt nachzuholen. Die Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Euer MC RENE

 

Unser tierempfundenes Beileid an MC RENE und seine Familie in dieser schweren Situation.

Presse Text

Aus persönlichen Gründen muss die aktuelle Tour von MC RENE verschoben werden. Betroffen davon ist auch das für den 11. März in der Schräglage geplante Stuttgarter Konzert. Ein neuer Termin, für den bereits gekaufte Eintrittskarten ihre Gültigkeit behalten, wird schnellstmöglich bekannt gegeben. 

 

Hier der Post von MC RENE dazu:

 

Aufgrund eines Todesfalls in meiner Familie muss ich die geplante „Khazraje Tour“ leider absagen.

Ich hatte mich so sehr auf euch gefreut, aber sehe mich unter diesen Umständen nicht in der Lage die Tour zu spielen.

Ich hoffe auf euer Verständnis! Wir setzen alles daran, die Termine zu einem anderen Zeitpunkt nachzuholen. Die Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Euer MC RENE

 

Unser tierempfundenes Beileid an MC RENE und seine Familie in dieser schweren Situation.

 

40 Jahre lang hat er seinen Nachnamen falsch ausgesprochen, bis die Reise ins Land der Vorfahren für eine erstaunliche Erkenntnis sorgt. Nun widmet MC RENE aka Rene El Khazraje seinem Familiennamen ein ganzes Album (Lautschrift: kasrasch). Und beschenkt sich damit obendrein noch selbst zum vierten runden Geburtstag diesen September. Ein MC RENE wie man ihn kennt. Ernst in dem was er macht, und dennoch immer zu Scherzen aufgelegt.

Die Geschichte von MC RENE ist außergewöhnlich. Als Freestyle-Wunderkind der zweiten deutschen HipHop-Generation ging er schon Mitte der Neunziger Jahre mit den Beginnern und Fettes Brot auf Tour, arbeitete als Fernsehmoderator, Solokünstler, kündigte seine Wohnung und tourte über ein Jahr lang als vagabundierender Bahnreisender mit der Bahncard 100 durchs Land, um seine Karriere als Stand-up-Comedian voranzutreiben.

Anfang des Jahres ist er erstmals überhaupt nach Marokko gereist, in das Land seiner Ahnen, um zusammen mit Deutschlands profiliertestem Underground-HipHop-Produzenten Figub Brazlevič das Album „Khazraje“ aufzunehmen. Diese prägende Zeit in Marrakesch bei seinen Verwandten, die Musik der Gnawa und die täglichen Rufe des Muezzins hinterließen nicht nur einen Haufen neuer kultureller Eindrücke, sondern auch 14 schwergewichtige musikalische Spuren.

Orientalische Elemente und arabische Skits ergänzen die teils gut abgehangenen und zurückgelehnten, teils sommerlich jazzigen Beats und machen „Khazraje“ so zu einem ganz besonderen, persönlichen Geburtstagsgeschenk. Zu den ausgesuchten Gästen auf dem Album zählen u.a. Retrogott (Huss & Hodn) und Toni L (Advanced Chemistry).

In gewisser Weise stellt das Album eine Wiedergeburt dar. Gelassen und souveräner denn je präsentiert sich der Halbmarokkaner auf seinem neuen Album, dem man die pure Leidenschaft als texteschreibenden MC in jeder Zeile entnimmt. Die Texte sind positiv nach vorn gerichtet, lassen aber doch die nötige Portion Reife kurz vorm Geburtstag 4.0 durchschimmern.

Pressematerial zu MC Rene
  • MC_Rene_Presseinfo
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